FSP ohne Studienkolleg ablegen? Das geht — aber nur unter strengen Bedingungen und mit einer Bestehensquote von ca. 20%. Alles zu Zulassung, Anmeldung, Kosten und Vorbereitung.
Die externe Feststellungsprüfung erlaubt es, die FSP ohne vorherigen Studienkollegbesuch abzulegen — aber die Bestehensquote liegt bei rund 20 Prozent, während Studierende, die das vollständige Programm absolvieren, zu 85–90 Prozent bestehen. Nur wenige Bundesländer bieten diese Möglichkeit überhaupt an, und jedes stellt eigene Zulassungsvoraussetzungen. Die Prüfungsgebühren liegen zwischen 200 und 550 Euro. Wer sich gut vorbereitet und die Voraussetzungen erfüllt, kann ein Jahr sparen. Wer die Schwierigkeit unterschätzt, riskiert einen längeren Umweg als der direkte Studienkollegweg.
Dieser Artikel erklärt, was die externe FSP ist, wer sie ablegen darf, wo sie angeboten wird, wie die Anmeldung funktioniert und wie eine realistische Vorbereitung aussieht.
Was ist die externe Feststellungsprüfung?
Die Feststellungsprüfung ist die staatlich anerkannte Abschlussprüfung am Ende des Studienkollegs. Sie berechtigt internationale Studienbewerber, deren ausländisches Schulzeugnis in Deutschland nicht direkt anerkannt wird, zur Aufnahme eines Hochschulstudiums. Den vollständigen Überblick bietet unser FSP-Komplettguide.
Die externe FSP ist dieselbe Prüfung — gleiche Fächer, gleicher Anspruch, gleiche rechtliche Grundlage — aber sie wird von Kandidaten abgelegt, die kein Studienkolleg besucht haben. Statt eines Jahres mit 28–32 Wochenstunden Unterricht bereiten sich externe Teilnehmer vollständig im Selbststudium vor.
Das Wort „extern” bedeutet hier einfach: Du bist kein eingeschriebener Student des Studienkollegs, sondern ein externer Prüfungskandidat.
Warum gibt es diesen Weg?
Nicht jeder kann ein Jahr lang ein Studienkolleg in Deutschland besuchen. Berufstätige, Menschen mit familiären Verpflichtungen oder Bewerber mit soliden Fachkenntnissen in den Prüfungsfächern wollen ihre Eignung manchmal direkt nachweisen. Die externe FSP bietet dafür einen legalen Rahmen.
Allerdings sind die meisten Institutionen, die externe Kandidaten zulassen, sehr transparent über die Risiken. Das Niedersächsische Studienkolleg in Hannover schreibt auf seiner Website explizit, dass externe Teilnehmer den Schwierigkeitsgrad „erheblich unterschätzen” und die Bestehensquote bei rund 20 Prozent liegt.
Interne vs. externe FSP: Die wichtigsten Unterschiede
| Merkmal | Interne FSP | Externe FSP |
|---|---|---|
| Wer nimmt teil | Eingeschriebene Studienkolleg-Studierende | Externe Kandidaten (Selbststudium) |
| Vorbereitung | 2 Semester, 28–32 Std./Woche Unterricht | Eigenständig, ohne Kurse |
| Bestehensquote | ~85–90 % | ~20 % |
| Kosten | Im Studienkolleg-Programm enthalten | 200–550 € Prüfungsgebühr |
| Verfügbarkeit | Alle Bundesländer mit Studienkollegs | Nur ausgewählte Bundesländer |
| Zulassung | Einschreibung am Studienkolleg | Strenge Voraussetzungen (s. u.) |
| Wiederholung | Einmal möglich | Einmal möglich |
| Rechtliche Anerkennung | Staatsprüfung, bundesweit gültig | Identisch — staatlich, bundesweit gültig |
Der Prüfungsinhalt ist identisch. Der Unterschied liegt vollständig in der Vorbereitung und den Zulassungsbedingungen.
Wer darf die externe FSP ablegen?
Die Voraussetzungen variieren je nach Bundesland, aber folgende Bedingungen tauchen fast überall auf:
1. Indirekte Hochschulzugangsberechtigung
Dein Schulabschluss aus dem Heimatland muss als „indirekte Hochschulzugangsberechtigung” anerkannt sein — also als Qualifikation, die nach dem Bestehen der FSP zur Aufnahme eines Studiums berechtigt, aber nicht direkt einem deutschen Abitur gleichgestellt ist. Das gilt für die meisten internationalen Bewerber aus Ländern wie China, Indien, Marokko, Ägypten und vielen anderen. Wer eine direkte HZB hat (z. B. ein deutsches Abitur oder ein vollständig anerkanntes ausländisches Zeugnis), braucht die FSP gar nicht.
2. Bedingte Zulassung einer deutschen Hochschule
Fast alle Bundesländer verlangen, dass du bereits eine bedingte Zulassung (conditional letter of admission) von einer deutschen Hochschule — meistens in demselben Bundesland — vorweisen kannst. Die FSP hebt dann die Bedingung auf. Du kannst dich also nicht einfach zur Prüfung anmelden, ohne vorher einen Studienplatz beantragt zu haben.
3. Nachgewiesene Deutschkenntnisse
Die meisten Institutionen verlangen Deutschkenntnisse auf dem Niveau C1 (Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen, GER). Anerkannte Nachweise sind in der Regel:
- DSH-2 oder höher
- TestDaF mit mindestens 4×4 (insgesamt 16 Punkte)
- Goethe-Zertifikat C1 oder C2
- Telc Deutsch C1 Hochschule
- DSD II
Nordrhein-Westfalen bildet eine Ausnahme: Dort genügt B2 — aber die NRW-externe-FSP hat eine besondere Struktur (dazu später mehr).
4. Noch keine zwei gescheiterten FSP-Versuche
Wer die FSP bereits zweimal erfolglos abgelegt hat, ist von weiteren Versuchen bundesweit ausgeschlossen.
5. Kein vorangegangener Studienkollegbesuch ohne Abschluss
Wer das Studienkolleg begonnen, aber nicht abgeschlossen hat, ist in der Regel nicht für den externen Weg zugelassen. In diesem Fall wäre eine erneute Einschreibung nötig.
Zusätzliche Bedingungen an einigen Institutionen
Die Goethe-Universität Frankfurt stellt noch weitere Voraussetzungen:
- Du musst nachweisen können, dass du das Studienkolleg nicht besuchen kannst (z. B. wegen Berufstätigkeit — mit Dokumenten)
- Du musst an zwei verbindlichen Beratungsgesprächen am Studienkolleg teilnehmen
- Deine bisherigen Schulnoten müssen überdurchschnittlich gut sein (Prüfung über uni-assist)
- Der Direktor des Studienkollegs muss schriftlich zustimmen
Diese Anforderungen zeigen, wie ernst die Institutionen das Risiko des Scheiterns nehmen.
In welchen Bundesländern gibt es die externe FSP?
Nicht jedes Bundesland lässt externe Kandidaten zu. Hier der aktuelle Stand:
Nordrhein-Westfalen — Besonderheit
NRW ist in gewisser Weise der zugänglichste Weg für externe Bewerber — aus einem strukturellen Grund: Die staatlichen Studienkollegs an den öffentlichen Hochschulen in NRW wurden nach dem Wintersemester 2010/2011 abgeschafft. Es gibt kein reguläres einjähriges Vorbereitungsprogramm mehr. Die externe FSP ist für Bewerber in NRW deshalb der einzige Weg.
Die Prüfung wird von der Bezirksregierung Köln organisiert (Bewerbungen gehen zunächst an die Bezirksregierung Düsseldorf). Sprachanforderung: B2 (nicht C1 wie in den meisten anderen Bundesländern). Prüfungstermine: zweimal jährlich in Köln.
Niedersachsen (Hannover) — Möglich, aber anspruchsvoll
Das Niedersächsische Studienkolleg in Hannover lässt externe Bewerber zu, die eine erfolgreiche Bewerbung an einer niedersächsischen Hochschule vorweisen können. Prüfungsgebühr: 400 Euro. Bestehensquote: ca. 20 %. Das Institut betont die Schwierigkeit ausdrücklich und empfiehlt den meisten Bewerbern das reguläre Programm.
Hessen (Darmstadt, Frankfurt) — Unterschiedliche Bedingungen
TU Darmstadt: Externe FSP für Bewerber mit bedingter Zulassung von der TU Darmstadt, der Hochschule Darmstadt (h_da), der Hochschule RheinMain, der Hochschule Geisenheim oder der EHD. Gebühr: 200 Euro. Deutschkenntnisse auf C1-Niveau erforderlich. Prüfungstermine: zweimal jährlich (Juni/Juli und Dezember/Januar).
Goethe-Universität Frankfurt: Strengere Zugangsvoraussetzungen (s. o.). Kein Selbststudium ohne vorherige Abklärung — zwei Beratungsgespräche sind verpflichtend. Gebühren: direkt mit der Institution klären.
Sachsen (Leipzig) — Bedingte Zulassung erforderlich
Das Studienkolleg Sachsen an der Universität Leipzig nimmt externe Bewerber mit einer bedingten Zulassung einer sächsischen Hochschule (Universität Leipzig, TU Dresden, TU Chemnitz oder TU Bergakademie Freiberg) an.
Gebühr: 400 Euro (ab Wintersemester 2026/27: 550 Euro). Anmeldefrist: ca. 6 Wochen vor den schriftlichen Prüfungen. Bewerbungsunterlagen werden per Post oder E-Mail an das Studienkolleg Sachsen eingereicht.
Prüfungszeitraum (Wintersemester 2025/26): Schriftliche Prüfungen 5.–27. Januar 2026. Mündliche Prüfungen 19.–23. Januar 2026. Anmeldefrist: 21. November 2025.
Andere Bundesländer
Einzelne weitere Studienkollegs nehmen externe Kandidaten in begründeten Einzelfällen an. Am besten direkt beim jeweiligen Studienkolleg nachfragen.
Schritt für Schritt: So meldest du dich zur externen FSP an
Der genaue Ablauf variiert je nach Bundesland, aber die grundlegende Reihenfolge ist überall ähnlich:
Schritt 1: Studienplatzbewerbung einreichen
Zuerst brauchst du eine bedingte Zulassung. Bewirb dich über uni-assist oder direkt beim Immatrikulationsamt der Wunschhochschule. Achte darauf, dass die Hochschule in einem Bundesland liegt, das externe FSP-Kandidaten akzeptiert.
Schritt 2: Bedingte Zulassung erhalten
Sobald die Hochschule dein Zeugnis geprüft und festgestellt hat, dass du die FSP benötigst, erhältst du die bedingte Zulassung. Das Original brauchst du für die Prüfungsanmeldung.
Schritt 3: Deutschzertifikat vorbereiten
Stelle sicher, dass dein Nachweis die Mindestanforderung erfüllt (in den meisten Bundesländern C1). TestDaF und DSH-2 werden am breitesten akzeptiert.
Schritt 4: Studienkolleg direkt kontaktieren
Schreibe das zuständige Studienkolleg an und frage nach:
- Aktuellen Anmeldefristen
- Genauen Dokumentenanforderungen
- Verfügbaren Plätzen
Schritt 5: Anmeldeunterlagen einreichen
Typischerweise benötigt:
- Ausgefülltes Anmeldeformular (vom Studienkolleg bereitgestellt)
- Handschriftliche Unterschrift
- Kopie der bedingten Zulassung
- Deutschzertifikat
- Kopien der Schulzeugnisse (ggf. mit beglaubigten Übersetzungen)
- APS-Bescheinigung (bei Bewerbern aus China, Indien oder Vietnam)
Schritt 6: Prüfungsgebühr zahlen
Die Gebühren liegen zwischen 200 und 550 Euro. Die Zahlung ist in der Regel vor Prüfungsbeginn fällig.
Schritt 7: Beratungsgespräche wahrnehmen (falls vorgeschrieben)
Einige Institutionen — insbesondere die Goethe-Universität Frankfurt — verlangen verpflichtende Beratungsgespräche. Diese dienen dazu, die Prüfungsanforderungen zu erläutern und die Vorbereitung zu strukturieren.
Schritt 8: Prüfung ablegen
Schriftliche Prüfungen kommen zuerst, mündliche Prüfungen folgen ca. zwei Wochen später. Das Fach Deutsch als Fremdsprache (DaF) hat immer einen mündlichen Teil. Schriftliche und mündliche Note werden gleichgewichtig bewertet.
Was prüft die externe FSP?
Die externe FSP prüft dieselben Fächer wie die interne. Die Fächerkombination hängt vom gewählten Schwerpunktkurs ab:
| Schwerpunktkurs | Prüfungsfächer |
|---|---|
| T-Kurs (Technik/Ingenieurwesen) | Deutsch (DaF), Mathematik, Physik oder Chemie oder Informatik |
| W-Kurs (Wirtschaft/Sozialwissenschaften) | Deutsch (DaF), Mathematik, Wirtschaft/Sozialwissenschaften, Englisch |
| M-Kurs (Medizin/Biologie) | Deutsch (DaF), Mathematik, Biologie, Chemie oder Physik |
| G-Kurs (Geistes- und Sozialwissenschaften) | Deutsch (DaF), Geschichte, Literatur, Sozialwissenschaften oder Geographie |
| S-Kurs (Sprachen) | Deutsch (DaF), zwei Fremdsprachen, Literatur oder Geschichte |
Der Schwerpunktkurs ergibt sich aus dem angestrebten Studiengang. Maschinenbau → T-Kurs. BWL → W-Kurs. Medizin → M-Kurs. Jura oder Sozialwissenschaften → G-Kurs.
Eine detaillierte Übersicht der Prüfungsinhalte und Bewertungskriterien bietet unser FSP-Komplettguide.
Note und Bedeutung
Das FSP-Ergebnis wird als deutsche Note von 1,0 (sehr gut) bis 4,0 (ausreichend) ausgedrückt. Ab 4,0 gilt die Prüfung als bestanden, bei 5,0 oder 6,0 als nicht bestanden.
Die Note fließt in die Gesamtnote der Hochschulzugangsberechtigung (HZB) ein, die bei Hochschulbewerbungen zählt. Für zulassungsbeschränkte Studiengänge macht die FSP-Note einen erheblichen Unterschied. Was die Note konkret für die Zulassung bedeutet, erklären wir im Artikel FSP-Note und Hochschulzulassung.
Bei Nichtbestehen darf die FSP einmal wiederholt werden. Nach einem zweiten Scheitern — egal ob intern oder extern — ist die Prüfung bundesweit gesperrt.
Warum scheitern so viele?
Die 20-Prozent-Quote ist kein Zufall. Sie spiegelt eine strukturelle Realität wider.
Studierende im Studienkolleg verbringen zwei Semester — mit je 28–32 Unterrichtsstunden pro Woche plus Hausaufgaben — in genau den Fächern und mit dem akademischen Deutsch, das in der Prüfung verlangt wird. Bis zur FSP haben sie rund 600–700 Stunden strukturierten Unterricht hinter sich, mit Übungsklausuren, individuellem Feedback und kontinuierlicher Korrektur.
Externe Kandidaten haben nichts davon. Sie lernen allein, oft ohne zu wissen, wie die Prüfung genau abläuft. Viele unterschätzen, wie anders akademisches Deutsch und deutsche Prüfungskonventionen im Vergleich zu dem sind, was sie aus ihrem Heimatland kennen.
Schon die Mathematikaufgaben auf Abiturniveau stellen für Bewerber aus Ländern mit anderen Lehrplänen eine erhebliche Hürde dar. Geschichte und Literatur verlangen nicht nur Faktenwissen, sondern eine sehr spezifische Form akademischer Argumentation auf Deutsch.
So bereitest du dich ernsthaft vor
Wer die externe FSP anstrebt, sollte sie wie ein 6- bis 9-monatiges Vollzeitprojekt behandeln:
Prüfungsordnung und Beispielaufgaben beschaffen
Jedes Studienkolleg veröffentlicht die Prüfungsordnung mit den genauen Themengebieten der einzelnen Fächer. Die meisten stellen auch Musteraufgaben bereit. Fordere diese direkt beim zuständigen Studienkolleg an. Am Studienkolleg Darmstadt zum Beispiel kannst du Übungsaufsätze einschicken und Korrekturen von Fachlehrern erhalten — nutze diesen Service.
Weitere Materialien findest du auf unserer Seite mit kostenlosen Musterprüfungen.
Fächerweise und kursbezogen strukturieren
Nicht alles auf einmal lernen. Wähle deinen Kurs (T, W, M, G oder S) und erstelle einen fachspezifischen Lernplan:
- Deutsch (DaF): Täglich mindestens 2 Stunden. Schwerpunkte: akademisches Schreiben (Erörterung, Zusammenfassung), Grammatik auf C1/C2-Niveau, mündliche Argumentation. Der mündliche Prüfungsteil ist ein gewichtiger Bestandteil der Note.
- Mathematik (T-, W-, M-Kurs): Systematisch deutsche Abituraufgaben bearbeiten. Die KMK-Archive der Bundesländer stellen Abituraufgaben online bereit.
- Naturwissenschaften (T-, M-Kurs): Deutsche Abiturtrainer-Reihen nutzen. Die Fachsprache in Physik und Chemie ist spezialisiert — Übungsaufgaben immer auf Deutsch lösen.
- Wirtschaft/Sozialwissenschaften (W-Kurs): Deutsche Lehrbücher zur Volkswirtschaftslehre und Sozialwissenschaften. Strukturierte Argumentation auf Deutsch schriftlich üben.
- Geschichte/Literatur (G-Kurs): Epochen, Ereignisse und Werke des Prüfungsstoffs gründlich erarbeiten. Analytische Aufsätze auf Deutsch üben.
Sprachtandem oder Tutor einplanen
Akademisches Deutsch auf C1/C2-Niveau ist schwer ohne Feedback zu entwickeln. Die Zusammenarbeit mit einer deutschen Muttersprachlerin oder einem Studierenden für Gesprächsübungen und Aufsatzkorrekturen ist eine der wirkungsvollsten Investitionen. Sprachkurse in Gruppen reichen auf diesem Niveau meist nicht aus.
Vollständige Probeprüfungen unter realen Bedingungen ablegen
Mindestens 6–8 Wochen vor dem Prüfungstermin solltest du komplette Probeprüfungen in jedem Fach unter Zeitdruck absolvieren. Du musst wissen, wie es sich anfühlt, drei Stunden am Stück auf Deutsch zu schreiben. Ausdauer ist Teil der Prüfung.
Vorbereitungskurs als Alternative erwägen
Einige private Institutionen bieten intensive FSP-Vorbereitungskurse über 3–6 Monate an. Diese sind nicht dasselbe wie ein öffentliches Studienkolleg, können aber strukturierten Unterricht und gezielte Übungen bieten. Achte darauf, dass der Kurs die Fächer deines Schwerpunktkurses abdeckt.
Externe FSP oder Studienkolleg — was ist besser?
Das ist die eigentliche Kernfrage für die meisten, die diesen Artikel lesen.
Externe FSP sinnvoll, wenn:
- Sehr solide Fachkenntnisse in den Prüfungsfächern vorhanden
- Deutschkenntnisse bereits auf nachgewiesenem C1+-Niveau
- Begründeter Umstand, das Studienkolleg nicht besuchen zu können (z. B. Beruf, Familie)
- 6–9 Monate für intensives Selbststudium vorhanden
- Statistik von ~20 % Bestehensquote bewusst einkalkuliert
Studienkolleg empfehlenswert, wenn:
- Höchste Bestehenswahrscheinlichkeit gewünscht (85–90 %)
- Deutsch noch auf B1–B2-Niveau und ausbaufähig
- Struktur, Fristen und Lehrerfeedback hilfreich
- Studierendenleben in Deutschland vor dem Studium erleben möchte
- Noch keine klare Fachrichtung festgelegt
Unser Artikel Studienkolleg vs. Direktzulassung beleuchtet weitere Szenarien für verschiedene Ausgangssituationen.
Für die meisten Bewerber — insbesondere wenn das Deutsch noch nicht auf C1-Niveau ist oder die Fachkenntnisse lückenhaft sind — ist das Studienkolleg der verlässlichere Weg. Das eingesparte Jahr kann sich schnell in zwei verlorene Jahre verwandeln, wenn die externe FSP nicht bestanden wird und der Einstieg neu geplant werden muss.
Was passiert nach dem Bestehen?
Wer die externe FSP besteht, steht genauso da wie jemand, der ein Studienkolleg abgeschlossen hat:
- Ausstellung des Feststellungsprüfungszeugnisses durch das durchführende Studienkolleg
- Anerkennung an allen deutschen Hochschulen
- Bewerbungsmöglichkeit für Studiengänge im eigenen Schwerpunktbereich
- Die FSP-Note fließt in die HZB-Gesamtnote ein
Der nächste Schritt ist die Hochschulbewerbung. Wie das im Detail funktioniert, erklärt unser Artikel Nach der FSP: So bewirbst du dich an der Uni.
Kostenübersicht
| Bundesland / Institution | Prüfungsgebühr | Hinweise |
|---|---|---|
| NRW (Bezirksregierung Köln) | Direkt anfragen | Kein öffentliches Studienkolleg — extern ist der einzige Weg |
| Niedersachsen (Hannover) | 400 € | Entfällt für frühere Kursteilnehmer |
| Hessen / TU Darmstadt | 200 € | Niedrigste bekannte Gebühr |
| Hessen / Goethe Frankfurt | Direkt anfragen | Zzgl. zwei verpflichtende Beratungsgespräche |
| Sachsen (Leipzig) | 400 € (ab WS 2026/27: 550 €) | Gebührenerhöhung bestätigt |
Diese Gebühren beziehen sich auf die Prüfung selbst. Hinzu kommen: uni-assist-Gebühren (75 € für die erste Bewerbung, 30 € für weitere), etwaige Übersetzungs- und Beglaubigungskosten sowie Reisekosten, falls du für die Prüfung anreisen musst.
Häufige Fragen
Kann ich die externe FSP an jedem Studienkolleg ablegen?
Nein. Externe Kandidaten werden nur an Studienkollegs zugelassen, die das externe Verfahren ausdrücklich anbieten. Die meisten Bundesländer verlangen außerdem eine bedingte Zulassung von einer Hochschule in diesem Bundesland. Immer zuerst direkt beim Studienkolleg nachfragen.
Muss ich für die Anmeldung oder die Prüfung in Deutschland sein?
Die Anmeldung ist in der Regel auch aus dem Ausland möglich (per Post oder E-Mail). Die Prüfung selbst findet aber persönlich am Studienkolleg statt. Für die Winterprüfung in Sachsen etwa liegen die schriftlichen Prüfungen vom 5. bis 27. Januar 2026.
Wie lange ist das FSP-Zeugnis gültig?
Deutsche FSP-Zeugnisse haben kein Ablaufdatum. Hochschulen können ältere Zeugnisse im Rahmen kompetitiver Zulassungen jedoch unterschiedlich gewichten. Ein Zeugnis von 2026 ist rechtlich auch 2029 noch gültig — für die Zulassung zum konkreten Studiengang sollte man beim Immatrikulationsamt nachfragen.
Welches Deutschniveau brauche ich realistischerweise?
Die formalen Anforderungen liegen meist bei C1. Erfahrene Lehrkräfte, die externe Kandidaten begleitet haben, berichten aber, dass man für eine realistische Bestehenschance auf C1+ bis C2-Niveau arbeiten sollte. Die Prüfung verlangt das Verfassen ausgedehnter akademischer Texte, strukturierte Argumentation und fehlerfreies Deutsch unter Zeitdruck.
Kann ich mich für die externe FSP allein mit Online-Ressourcen vorbereiten?
Fachinhalte lassen sich online gut erarbeiten. Akademisches Schreiben und Argumentation auf Deutschniveau lassen sich aber kaum ohne Feedback entwickeln. Eine rein digitale Vorbereitung ist mit hohem Risiko verbunden. Mindestens die eigenen Aufsätze sollten von einer qualifizierten Person — einem Deutschlehrer oder einer akademischen Muttersprachlerin — korrigiert werden.
Was passiert, wenn ich die externe FSP nicht bestehe?
Du hast eine Wiederholungsmöglichkeit. Wer auch beim zweiten Mal scheitert — egal ob intern oder extern — ist von der FSP bundesweit ausgeschlossen. Einige Bewerber erkunden in diesem Fall Alternativwege in anderen deutschsprachigen Ländern oder prüfen andere Qualifikationsmöglichkeiten. Bevor es so weit kommt: Das Studienberatungsangebot des Studienkollegs nutzen.
Wird die externe FSP an allen deutschen Hochschulen anerkannt?
Ja. Ein Zeugnis eines akkreditierten deutschen Studienkollegs — einschließlich jener, die das externe Verfahren durchführen — wird an allen deutschen Hochschulen anerkannt. Die rechtliche Grundlage ist bundeseinheitlich. Du bist nicht auf Hochschulen in dem Bundesland beschränkt, in dem du die Prüfung abgelegt hast.
Wie weiß ich, welchen Schwerpunktkurs ich wählen muss?
Der Schwerpunktkurs ergibt sich aus dem angestrebten Studiengang. Ingenieurwesen → T-Kurs. Wirtschaft/BWL → W-Kurs. Medizin/Pharmazie/Biologie → M-Kurs. Geistes- und Sozialwissenschaften/Jura → G-Kurs. Sprachen/Übersetzen → S-Kurs. Manche Hochschulen geben in der bedingten Zulassung direkt an, welcher Kurs erforderlich ist. Falls nicht: beim International Office der Hochschule nachfragen.
Womit fange ich am besten an?
Mit drei Dingen: (1) Die Prüfungsordnung des zuständigen Studienkollegs herunterladen. (2) Musteraufgaben für den eigenen Schwerpunktkurs besorgen. (3) Einen realistischen Deutschtest machen, um den aktuellen Stand zu kennen. Dann einen wöchentlichen Lernplan erstellen. Unser Aufnahmeprüfung-Vorbereitungsguide enthält weitere Lernstrategien.
Weiterführende Artikel
- Feststellungsprüfung: Der vollständige Guide zur deutschen Eignungsprüfung
- FSP-Note und Hochschulzulassung: Was die Note wirklich bedeutet
- Nach der FSP: So bewirbst du dich an deutschen Hochschulen
Bereit loszulegen?
Ob externe FSP oder reguläres Studienkolleg — der Weg zur deutschen Hochschule beginnt mit der richtigen Planung. Mit unserem Studienkolleg-Finder kannst du Institutionen nach Standort, Kursangebot und Kosten vergleichen.
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