Über den Kurs
Der TI-Kurs richtet sich an zukünftige Studierende der Ingenieurwissenschaften an Fachhochschulen. Er vermittelt dir die technischen und naturwissenschaftlichen Grundlagen und bereitet dich gezielt auf die praxisorientierte Ausrichtung der Fachhochschulen vor.
Neben den fachlichen Inhalten lernst du auch die technische Fachsprache und praxisorientierte Arbeitsmethoden kennen, die im späteren FH-Studium eine wichtige Rolle spielen werden.
Kursaufbau
- Einführungsphase (1. Semester) – Grundlagen der Ingenieurwissenschaften und technische Fachsprache
- Hauptphase (2. Semester) – Vertiefung und spezifische Vorbereitung auf die Feststellungsprüfung
Die Fächer im TI-Kurs im Detail
Der TI-Kurs vermittelt dieselben technischen Grundlagen wie ein universitärer Vorbereitungskurs, setzt sie aber konsequent anwendungsnah um. In Mathematik geht es um Analysis, technische Mathematik und Statistik als Werkzeug, in Physik um Mechanik, Elektrotechnik und technische Anwendungen statt um lange Herleitungen.
Informatik deckt Programmiergrundlagen, technische Informatik und je nach Studienkolleg CAD ab. Deutsch und Englisch sind auf die Praxis ausgerichtet: technische Fachsprache, Dokumentation, Berichte und Präsentationen – genau die Textsorten, die im Fachhochschulstudium und später im Betrieb verlangt werden.
Wie eine typische Woche im TI-Kurs abläuft
Der TI-Kurs ist Vollzeitunterricht in einer festen Klasse mit festem Stundenplan und wird an Studienkollegs angeboten, die auf Fachhochschulen vorbereiten. Rechenübungen, Aufgaben mit Anwendungsbezug und – je nach Studienkolleg – Arbeit im Labor oder am Rechner prägen den Unterricht.
Die Anwesenheit wird in der Regel kontrolliert, und im Semester schreibst du regelmäßig Klausuren. Wer die Übungsaufgaben konsequent selbst rechnet statt nur Lösungen nachzuvollziehen, hat in der Abschlussprüfung den klaren Vorteil, weil dort ähnliche Aufgabentypen wiederkehren.
Worauf die Feststellungsprüfung im TI-Kurs hinausläuft
Am Ende der zwei Semester steht die Feststellungsprüfung (FSP). Geprüft werden Deutsch und die Schwerpunktfächer des Kurses – im TI-Kurs in der Regel Mathematik und Physik oder ein technisches Fach. Welche Fächer geprüft werden und ob eine mündliche Prüfung dazukommt, legt das jeweilige Studienkolleg fest.
Das Zeugnis berechtigt zum Studium in der technischen Fächergruppe an Fachhochschulen. Ob und unter welchen Bedingungen später ein Wechsel an eine Universität möglich ist, regeln die Bundesländer und Hochschulen unterschiedlich – kläre das vor der Kurswahl, wenn ein Universitätsstudium dein eigentliches Ziel ist.
Für welche Studiengänge der TI-Kurs qualifiziert
Der TI-Kurs führt zu praxisorientierten Ingenieurstudiengängen an Fachhochschulen: Maschinenbau, Elektrotechnik, Mechatronik, Bauingenieurwesen, Verfahrenstechnik, Produktionstechnik, Energietechnik und Umwelttechnik. Diese Studiengänge arbeiten mit Projekten, Laboren und Praxissemestern.
Der Unterschied zum T-Kurs liegt im Hochschultyp, nicht im Anspruch: Der T-Kurs bereitet auf Universitäten mit stärkerem theoretisch-mathematischem Fokus vor, der TI-Kurs auf das anwendungsnahe FH-Studium. Der TI-Kurs wird nur an wenigen Studienkollegs angeboten – prüfe früh, welche Einrichtungen ihn führen.