Über den Kurs

Der G-Kurs richtet sich an zukünftige Studierende der Geistes- und Sozialwissenschaften. Er vermittelt dir die notwendigen Grundlagen und schärft deine analytischen und interpretativen Fähigkeiten.

Im G-Kurs entwickelst du dein sprachliches und kulturelles Verständnis weiter und lernst wissenschaftliche Arbeitsmethoden kennen, die im Studium zentral sind.

Kursaufbau

  • Einführungsphase (1. Semester) – Grundlagen der Geisteswissenschaften und wissenschaftliches Arbeiten
  • Hauptphase (2. Semester) – Vertiefung und spezifische Vorbereitung auf die Feststellungsprüfung

Die Fächer im G-Kurs im Detail

Im G-Kurs stehen Sprache, Geschichte und Gesellschaft im Mittelpunkt. In der deutschen Literatur arbeitest du mit Texten aus verschiedenen Epochen, lernst Interpretationsmethoden und übst, eine These sauber zu belegen. Geschichte behandelt vor allem die deutsche und europäische Entwicklung und schult den kritischen Umgang mit Quellen.

Sozialkunde ordnet das politische System, gesellschaftliche Strukturen und aktuelle Debatten ein, Englisch kommt als zweite Wissenschaftssprache dazu. Der Deutschunterricht ist anspruchsvoller als in den naturwissenschaftlichen Kursen: Erörterung, Textanalyse, Argumentation und Stil sind hier nicht Beiwerk, sondern Prüfungsstoff.

Wie eine typische Woche im G-Kurs abläuft

Der G-Kurs ist Vollzeitunterricht in einer festen Klasse mit festem Stundenplan. Der Unterricht lebt von Lektüre, Diskussion und schriftlicher Arbeit: Du liest Texte vorbereitend, vergleichst Positionen im Kurs und formulierst eigene Analysen. Referate und Präsentationen gehören an den meisten Studienkollegs dazu.

Die Anwesenheit wird in der Regel kontrolliert, und im Semester schreibst du regelmäßig Klausuren. Rechne mit deutlich mehr Lese- und Schreibzeit außerhalb des Unterrichts als in einem MINT-Kurs – wer regelmäßig schreibt und Korrekturen einarbeitet, verbessert sich hier am schnellsten.

Worauf die Feststellungsprüfung im G-Kurs hinausläuft

Am Ende der zwei Semester steht die Feststellungsprüfung (FSP). Geprüft werden Deutsch und die Schwerpunktfächer des Kurses – im G-Kurs in der Regel Geschichte und ein weiteres Fach wie Deutsch als Schwerpunktfach, Sozialkunde oder Englisch. Welche Kombination gilt und ob mündlich geprüft wird, legt das jeweilige Studienkolleg fest.

Mit bestandener FSP erhältst du eine fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung für die geistes- und gesellschaftswissenschaftliche Fächergruppe. Sie wird bundesweit anerkannt und ist im Regelfall einmal wiederholbar. Weil im G-Kurs fast alle Prüfungsteile sprachlich sind, zahlt sich frühes Schreibtraining besonders aus.

Für welche Studiengänge der G-Kurs qualifiziert

Der G-Kurs führt zu Studiengängen wie Geschichte, Philosophie, Germanistik, Pädagogik, Politikwissenschaft, Soziologie, Kulturwissenschaften und Ethnologie. Auch Lehramtsstudiengänge in geisteswissenschaftlichen Fächern und Studiengänge im Bereich Medien und Kommunikation bauen auf diesem Profil auf.

Zur Abgrenzung: Der S-Kurs ist auf Sprachen und Literaturwissenschaft zugeschnitten, der W-Kurs auf Wirtschaft und Teile der Sozialwissenschaften. Wenn dein Wunschfach an der Grenze liegt – etwa Politikwissenschaft oder Soziologie – lohnt vor der Bewerbung ein Blick in die Zulassungsinformationen deiner Wunschhochschule.