Über den Kurs

Der W-Kurs richtet sich an zukünftige Studierende der Wirtschaftswissenschaften und verwandter Fachrichtungen. Er vermittelt sowohl mathematische als auch wirtschaftliche Grundlagen.

Neben den fachlichen Inhalten lernst du die Wirtschaftssprache und wissenschaftliche Arbeitsmethoden kennen, die im Studium eine wichtige Rolle spielen.

Kursaufbau

  • Einführungsphase (1. Semester) – Grundlagen der Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsmathematik
  • Hauptphase (2. Semester) – Vertiefung und spezifische Vorbereitung auf die Feststellungsprüfung

Die Fächer im W-Kurs im Detail

Der W-Kurs steht auf zwei Beinen: Mathematik und Wirtschaft. In Mathematik geht es um Analysis, Finanzmathematik und vor allem Statistik – die Werkzeuge, mit denen später Kennzahlen, Zeitreihen und Modelle bearbeitet werden. Die Wirtschaftskunde führt in Betriebs- und Volkswirtschaftslehre ein, dazu kommen Rechnungswesen und wirtschaftspolitische Grundlagen.

Deutsch und Englisch sind im W-Kurs keine Nebenfächer. Wirtschaftsdeutsch, Geschäftskommunikation und Präsentationstechnik trainieren genau die Formate, die im Studium erwartet werden, und Business English ist in vielen wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen Pflichtlektüre. Sozialkunde ordnet Arbeitsmarkt, Globalisierung und Wirtschaftspolitik ein.

Wie eine typische Woche im W-Kurs abläuft

Der W-Kurs ist Vollzeitunterricht in einer festen Klasse mit festem Stundenplan. Mathematik und Wirtschaftskunde nehmen den größten Teil der Woche ein, dazu kommen Deutsch, Englisch und Sozialkunde. Fallbeispiele, Rechenaufgaben und kurze Präsentationen prägen den Unterricht stärker als reines Auswendiglernen.

Die Anwesenheit wird in der Regel kontrolliert, und im Semester schreibst du regelmäßig Klausuren. Sie zeigen früh, ob dir eher der rechnerische oder der textliche Teil schwerfällt – beides zählt in der Abschlussprüfung. Für Nacharbeit und Übungsaufgaben solltest du feste Zeiten einplanen.

Worauf die Feststellungsprüfung im W-Kurs hinausläuft

Am Ende der zwei Semester steht die Feststellungsprüfung (FSP). Geprüft werden Deutsch und die Schwerpunktfächer des Kurses – im W-Kurs in der Regel Mathematik und Betriebs- bzw. Volkswirtschaftslehre. Welche Fächer genau geprüft werden und ob eine mündliche Prüfung dazukommt, legt das jeweilige Studienkolleg fest.

Mit bestandener FSP erhältst du eine fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung für die wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Fächergruppe. Sie wird bundesweit anerkannt und ist im Regelfall einmal wiederholbar. Bei zulassungsbeschränkten Studiengängen entscheidet zusätzlich deine Durchschnittsnote.

Für welche Studiengänge der W-Kurs qualifiziert

Der W-Kurs führt an Universitäten zu Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik, International Business, Banking & Finance, Marketing, Management und Wirtschaftsrecht. Auch sozialwissenschaftliche Fächer wie Politikwissenschaft oder Soziologie gehören an vielen Hochschulen zu dieser Fächergruppe.

Der Unterschied zum WW-Kurs ist der Hochschultyp: Der W-Kurs bereitet auf ein Universitätsstudium vor, der WW-Kurs auf ein praxisorientiertes Wirtschaftsstudium an einer Fachhochschule. Wer stark quantitativ arbeiten möchte, sollte außerdem prüfen, ob der Wunschstudiengang zusätzliche Mathematikanforderungen stellt.