Koreanische Studierende brauchen KEIN APS-Zertifikat. Die meisten qualifizieren sich mit dem 수능 (H+ in anabin) für eine Direktzulassung. Kosten in KRW, Zeitplan, Visum.
Koreanische Studierende brauchen KEIN APS-Zertifikat. Anders als Bewerbende aus China, Indien oder Vietnam ist Korea kein APS-Land. Das koreanische 고등학교 졸업장 (Gymnasialabschluss) in Kombination mit der 수능 (Suneung / CSAT) ist in der deutschen anabin-Datenbank als H+ eingestuft — die höchste Anerkennungsstufe. Das bedeutet: Die meisten koreanischen Studierenden können sich direkt an deutschen Hochschulen bewerben, ohne ein Studienkolleg-Jahr zu absolvieren. Das Studienkolleg ist nur in bestimmten Ausnahmefällen nötig: wenn kein Suneung vorliegt, bei sehr schwachen Ergebnissen oder bei Musikhochschulbewerbungen mit anderen Voraussetzungen. Das Sperrkonto beträgt 11.904 EUR. Die Gesamtkosten im ersten Jahr liegen beim direkten Weg bei ungefähr 22.500.000–25.500.000 KRW. Der Zeitraum beträgt 8–12 Monate für die Direktzulassung.
Brauchen koreanische Studierende das Studienkolleg?
Für die meisten koreanischen Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit Suneung-Ergebnis lautet die Antwort: nein. Deutschland erkennt koreanische Schulabschlüsse auf höchstem Niveau an. Das ist ein erheblicher Vorteil gegenüber den meisten Nicht-EU-Ländern. Chinesische, indische und vietnamesische Abiturientinnen und Abiturienten können nicht direkt an deutschen Hochschulen starten — sie müssen in der Regel durch das Studienkolleg. Koreanische Studierende bewerben sich hingegen direkt bei den Universitäten, genau wie deutsche Abiturientinnen und Abiturienten.
Hier ist die Entscheidungstabelle nach Qualifikation:
| Qualifikation | Situation | Empfohlener Weg |
|---|---|---|
| 고등학교 졸업장 + 수능 (Suneung) | Gut bis stark | Direktzulassung an den meisten deutschen Hochschulen |
| 고등학교 졸업장 + 수능 (Suneung) | Sehr schwach, Mindestanforderung nicht erfüllt | Studienkolleg kann von einzelnen Hochschulen verlangt werden |
| 고등학교 졸업장, kein Suneung abgelegt | — | Studienkolleg erforderlich |
| 1–2 Jahre an SNU, Yonsei, Korea Univ., KAIST, POSTECH | — | Direktzulassung, in der Regel kein Studienkolleg nötig |
| Abgeschlossenes koreanisches Bachelorstudium | — | Direktzulassung zu deutschen Masterstudiengängen |
Was H+ in der Praxis bedeutet
Die anabin-Datenbank ist das Instrument, mit dem deutsche Hochschulen ausländische Abschlüsse prüfen. Eine Einstufung als H+ bedeutet, dass das Zeugnis als gleichwertig mit dem deutschen Abitur gilt. Die Hochschulen können dich direkt zulassen, ohne ein Vorbereitungsjahr zu verlangen.
Koreanische Studierende mit H+-Qualifikation bewerben sich über uni-assist oder direkt über das Bewerbungsportal der jeweiligen Hochschule. Die anabin-Datenbank zeigt dir, ob deine konkrete Schule anerkannt ist.
Beispiel: Jiyeon aus Seoul hatte gute Suneung-Ergebnisse und bewarb sich direkt bei der Universität Heidelberg. Ihr Kommilitone Minho hatte die Suneung nicht abgelegt und begann stattdessen das Studienkolleg an der TU Berlin. Keiner der beiden musste ein APS-Verfahren durchlaufen.
Die Drei-Länder-APS-Liste — Warum Korea nicht dazu gehört
Die APS (Akademische Prüfstelle) ist eine Dokumentenprüfstelle, die akademische Unterlagen aus bestimmten Ländern auf Echtheit prüft. Sie ist eine gemeinsame Einrichtung der Deutschen Botschaft und des DAAD.
Das APS verlangt Zertifikate von Bewerbenden aus China, Indien und Vietnam. Diese drei Länder stehen seit Mitte der 2000er-Jahre auf der APS-Liste. Pakistan wurde später aufgenommen. Einige weitere Länder haben eigene akademische Evaluierungsanforderungen an bestimmten Hochschulen.
Korea steht nicht auf der APS-Liste. Es gibt kein APS-Büro in Korea. Das DAAD-Büro in Seoul ist für Stipendien und akademischen Austausch zuständig, aber keine APS-Stelle und hat keine Dokumentenprüffunktion. Koreanische Studierende reichen keine Unterlagen bei einem APS ein, zahlen keine APS-Gebühren und nehmen an keinen APS-Interviews teil.
Mehrere deutsche Hochschulinstitutionen bestätigen dies: Die APS-Pflicht gilt ausschließlich für China, Indien und Vietnam (sowie wenige weitere Länder mit eigenen Regelungen). Korea war niemals auf dieser Liste.
Das hat praktische Konsequenzen: Koreanische Bewerbende überspringen die APS-Phase vollständig. Kein APS-Antrag, kein APS-Interview, keine Wartezeit von mehreren Monaten, kein Risiko eines APS-Ablehnungsbescheids. Du gehst direkt von der Dokumentenvorbereitung zur Hochschulbewerbung.
| Land | APS erforderlich? | APS-Gebühr |
|---|---|---|
| China | Ja | ~800 CNY |
| Indien | Ja | ~6.000 INR |
| Vietnam | Ja | ~3.600.000 VND |
| Pakistan | Ja | Gebühr variiert |
| Südkorea | Nein | Keine |
| Japan | Nein | Keine |
| USA | Nein | Keine |
Dokumente ohne APS — Was koreanische Bewerbende wirklich brauchen
Kein APS bedeutet nicht kein Papierkram. Koreanische Bewerbende müssen ihre Unterlagen dennoch sorgfältig vorbereiten. Folgendes verlangen deutsche Hochschulen:
ZAB- / anabin-Überprüfung
Die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) pflegt die anabin-Datenbank. Deutsche Hochschulen nutzen sie, um die Anerkennung deiner koreanischen Schule zu prüfen. Die meisten koreanischen 고등학교 sind eingetragen. Wenn deine Schule fehlt, wende dich direkt an das Akademische Auslandsamt der jeweiligen Hochschule — eine ZAB-Einschätzung kann dort angefordert werden.
Benötigte Dokumente
- 고등학교 졸업증명서 (Gymnasialabschlusszeugnis) — amtliche Ausfertigung
- 성적증명서 (Notenzeugnis) — amtliche Ausfertigung der Schule
- 수능 성적통지표 (Suneung-Ergebnisbescheinigung) — amtliche Bescheinigung von KICE
- Beglaubigte deutsche oder englische Übersetzungen aller koreanischen Dokumente
- Apostille — Koreanische Dokumente brauchen eine Apostille vom Außenministerium der Republik Korea (외교부 아포스티유)
- Reisepasskopie — Datenseite, gültig für die Dauer des Studiums
- Deutsches Sprachzertifikat — Niveau B2 (DSH, TestDaF, Goethe-Zertifikat)
- Motivationsschreiben — wird von den meisten Hochschulen auf Deutsch verlangt
- Lebenslauf — im europäischen oder deutschen akademischen Format
Übersetzungen
Übersetzungen müssen von beeidigten Übersetzerinnen und Übersetzern angefertigt werden. In der koreanischen Gemeinschaft großer deutscher Städte gibt es koreanisch-deutsche Übersetzerinnen und Übersetzer mit Zulassung. Die Kosten variieren: Rechne mit 30–80 EUR pro Seite für beglaubigte Übersetzungen koreanischer Dokumente.
Apostille in Korea
Das koreanische Außenministerium (외교부) stellt Apostillen an seiner Zentrale in Seoul und an regionalen Ämtern aus. Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel 1–3 Werktage. Die Gebühr beträgt 1.000 KRW pro Dokument. Bringe Originale und Kopien mit. Manche Hochschulen akzeptieren inzwischen elektronische Apostillen — erkundige dich vorher.
Beispiel: Soomin aus Busan bewarb sich an der RWTH Aachen. Sie ließ ihr Abschlusszeugnis und ihre Notenübersicht beim regionalen Außenministeriumsbüro in Busan apostillieren und fand über die koreanische Gemeinschaft in Köln eine beeidete Übersetzerin. Gesamtkosten für Dokumente: etwa 150.000 KRW plus Übersetzungskosten.
Direktzulassung: Der Hauptweg für koreanische Studierende
Die Direktzulassung bedeutet, dass du dich als Erstsemesterstudentin oder -student mit deinem koreanischen Hochschulabschluss direkt an einer deutschen Hochschule bewirbst. Kein Studienkolleg, kein Vorbereitungsjahr. Das ist der Standardweg für koreanische Studierende mit Suneung.
Suneung-Orientierungswerte an großen deutschen Hochschulen
Deutsche Hochschulen veröffentlichen keine offiziellen Suneung-Grenzwerte wie koreanische Unis ihre 정시-Tabellen. Die folgenden Werte sind allgemeine Orientierungen — sie variieren je nach Fach, Semester und Zulassungsjahr. Bitte immer beim Akademischen Auslandsamt der Zielhochschule nachfragen.
| Hochschule | Fachbereich | Ungefähre Suneung-Orientierung (Gesamtleistung) |
|---|---|---|
| LMU München | Geistes-, Sozialwissenschaften | Etwa obere 30–40 % bundesweit (KR) |
| TU München | Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften | Etwa obere 20–30 % |
| Universität Heidelberg | Medizin, Naturwissenschaften, Geisteswiss. | Etwa obere 20–30 % |
| HU Berlin | Geistes-, Sozialwissenschaften | Etwa obere 40–50 % |
| FU Berlin | Sozialwissenschaften, Jura, Geisteswiss. | Etwa obere 40–50 % |
| RWTH Aachen | Ingenieurwissenschaften, Informatik | Etwa obere 25–35 % |
| Goethe-Universität Frankfurt | Wirtschaft, Jura, Naturwissenschaften | Etwa obere 40–50 % |
| TU Berlin | Ingenieurwissenschaften, Architektur | Etwa obere 30–40 % |
Bewerbungsablauf Schritt für Schritt
- Zielhochschulen und Studiengänge auswählen (3–5 Bewerbungen)
- Spezifische Anforderungen der einzelnen Hochschulen für koreanische Bewerbende prüfen
- Koreanische Dokumente apostillieren lassen und beglaubigte Übersetzungen anfertigen lassen
- Deutsches Sprachzertifikat (B2) ablegen
- Bewerbungen über uni-assist oder das Hochschulportal einreichen
- Zulassungsbescheid abwarten
- Sperrkonto eröffnen (11.904 EUR)
- Visum bei der Deutschen Botschaft Seoul beantragen
Wann das Studienkolleg doch notwendig ist
Die meisten koreanischen Studierenden nehmen den direkten Weg. Aber in bestimmten Situationen ist das Studienkolleg der richtige Weg:
Kein Suneung-Abschluss
Wer das koreanische Gymnasium ohne Suneung abgeschlossen hat, wird in anabin anders eingestuft. Ohne Suneung-Ergebnis können deutsche Hochschulen das Leistungsniveau nicht über den H+-Weg beurteilen. In diesem Fall ist das Studienkolleg der Standardweg.
Sehr schwache Suneung-Ergebnisse
Einige Hochschulen verlangen ein Mindestleistungsniveau. Wer im untersten Quartil liegt, kann von einzelnen Hochschulen auf das Studienkolleg verwiesen werden. Das ist keine einheitliche Regelung — manche Hochschulen lassen auch bei schwächeren Ergebnissen direkt zu, besonders bei weniger zulassungsbeschränkten Fächern. Im Zweifelsfall beim Auslandsamt nachfragen.
Hochspezialisierte Fächer
Stark kompetitive Fächer wie Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie haben teils eigene Zulassungsvoraussetzungen, die auch H+-Bewerbende betreffen können. Das Studienkolleg kann hier die Fachgrundlagen effizienter vermitteln als Selbstvorbereitung.
Fachwechsel
Wer in Korea ein Fach studiert hat und in Deutschland etwas völlig anderes studieren möchte, findet im Studienkolleg eine solide Grundlage. Besonders der Wechsel von Geisteswissenschaften in Ingenieurwissenschaften (T-Kurs) oder von Technik in Wirtschaft (W-Kurs) profitiert davon.
Beispiel: Hyunwoo hat in Korea im künstlerischen Bereich die Oberschule abgeschlossen, ohne mathe- und physikintensive Suneung-Fächer. Er möchte Maschinenbau in Deutschland studieren. Er belegt den T-Kurs am Studienkolleg und nutzt das Jahr, um seine Mathematik- und Physikkenntnisse aufzubauen, bevor er sich an der TU München bewirbt.
Der Weg über die Musikhochschule
Koreanische Studierende, die sich an deutschen Musikhochschulen bewerben, folgen einem völlig anderen Ablauf. Bei Musik-, Kunst- und Performancestudiengängen stehen künstlerische Fähigkeiten im Vordergrund, nicht akademische Qualifikationen.
Eignungsprüfung
Alle deutschen Musikhochschulen verlangen eine Eignungsprüfung. Sie umfasst in der Regel:
- Ein Vorspiel (vorbereitete Stücke)
- Vom-Blatt-Spiel oder Improvisation (je nach Instrument)
- Manchmal eine kurze Musiktheorie- oder Gehörbildungsprüfung
Die Eignungsprüfung ist das zentrale Auswahlkriterium. Wer sie besteht, kann in der Regel trotz fehlendem oder schwachem Suneung zugelassen werden. Akademische Voraussetzungen müssen grundsätzlich erfüllt sein, aber das Hauptaugenmerk liegt auf dem künstlerischen Können.
Koreanische Studierende an deutschen Musikhochschulen
Koreanische klassische Musikerinnen und Musiker genießen in Deutschland einen ausgezeichneten Ruf. Sie stellen an vielen deutschen Musikhochschulen — wie der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin oder der Hochschule für Musik und Theater München — einen beträchtlichen Anteil der internationalen Studierenden.
Der Ablauf bei Musikhochschulbewerbungen:
- 2–3 Hochschulen auswählen und Termine der Eignungsprüfung prüfen (meist Januar–März)
- Programm vorbereiten (in der Regel 30–45 Minuten Solorepertoire)
- Online bewerben und zur Eignungsprüfung anmelden
- Für das Vorspiel nach Deutschland reisen (oder Video-Vorrunde prüfen)
- Bei Zulassung: Visum und Sperrkonto wie bei anderen Studierenden
Wer die Eignungsprüfung besteht, braucht kein Studienkolleg — unabhängig vom Suneung-Ergebnis.
Deutschvorbereitung in Korea
Die meisten koreanischen Studierenden haben solide Englischkenntnisse, aber kaum Deutsch. Plane 12–18 Monate Deutschunterricht ein, um B2 zu erreichen. Die meisten Studienkollegs verlangen B1 für die Aufnahme; direktzulassende Hochschulen wollen in der Regel B2.
Goethe-Institut Korea
Das Goethe-Institut ist das offizielle deutsche Kulturinstitut und bietet Sprachkurse an zwei Standorten in Korea an:
- Seoul: Namdaemunro 5-ga, Jung-gu — Hauptstandort mit dem vollen Kursangebot
- Busan: regionaler Standort mit eingeschränktem Kursplan
Ungefähre Kursgebühren am Goethe-Institut Seoul 2026:
| Kursniveau | Dauer | Gebühr (ungefähr) |
|---|---|---|
| A1 intensiv (pro Modul) | 8 Wochen | 440.000 KRW |
| A2 intensiv (pro Modul) | 8 Wochen | 440.000 KRW |
| B1 intensiv (pro Modul) | 8 Wochen | 480.000 KRW |
| B2 intensiv (pro Modul) | 8 Wochen | 480.000 KRW |
Von null auf B1: 6 Module = ungefähr 2.760.000 KRW. Von null auf B2: 8 Module = ungefähr 3.680.000 KRW. Diese Werte sind Richtwerte — aktuelle Preise direkt beim Goethe-Institut erfragen.
Weitere Sprachlernangebote in Korea
Mehrere koreanische Universitäten haben Deutschabteilungen mit soliden Programmen: Seoul National University, Yonsei University, Korea University, Hankuk University of Foreign Studies (한국외국어대학교 — besonders gut vernetzt mit deutschen Hochschulen) und Ewha Womans University bieten alle Deutschkurse an. Private Sprachschulen (학원) mit Deutschkursen gibt es in Seoul und anderen großen Städten.
TestDaF-Zentren in Korea
TestDaF (Test Deutsch als Fremdsprache) ist eines der anerkannten Deutschzertifikate für die Hochschulzulassung in Deutschland. Es wird von allen deutschen Hochschulen akzeptiert. TestDaF-Zentren in Korea befinden sich in Seoul (mehrere Standorte) und Busan.
Die DSH (Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang) ist eine weitere Option, wird aber nur an deutschen Hochschulen abgenommen — also erst nach der Einreise nach Deutschland, meist zu Semesterbeginn.
Weitere Informationen zur Wahl des Zertifikats: Deutschkenntnisse für das Studienkolleg.
Visum über die Deutsche Botschaft Seoul
Koreanische Staatsangehörige brauchen für ein Studium in Deutschland ein nationales Visum (Typ D, Visum zu Studienzwecken). Du bewirbst dich bei der Deutschen Botschaft in Seoul.
Deutsche Botschaft Seoul
Adresse: 4-10, Hannam-daero 32-gil, Yongsan-gu, Seoul (용산구 한남대로32길 4-10)
Für Visamtermine nutze das Online-Buchungssystem über das Konsularserviceportal (digital.diplo.de).
Bearbeitungszeitraum
- Terminbuchung: 2–6 Wochen Vorlauf (beliebte Termine sind schnell vergeben)
- Bearbeitung nach Einreichung: 4–8 Wochen
- Gesamt von Buchung bis Visum: 6–14 Wochen
Beantrage das Visum sofort nach Erhalt deines Zulassungsbescheids. Nicht warten.
Checkliste für Visumsunterlagen
- Ausgefülltes Visumsantragsformular (aus dem Konsularserviceportal)
- Gültiger Reisepass (mindestens 12 Monate Gültigkeit nach geplantem Einreisedatum)
- Zwei biometrische Passfotos (aktuell, 35 mm × 45 mm)
- Zulassungsbescheid der Hochschule
- Sperrkonto-Bestätigung (11.904 EUR eingezahlt)
- Krankenversicherungsnachweis (Reisekrankenversicherung für den Anfang akzeptabel)
- Deutsches Sprachzertifikat (B2 für Direktzulassung; B1 für Studienkolleg akzeptabel)
- 고등학교 졸업증명서 mit Apostille und beglaubigter deutscher Übersetzung
- 수능 성적통지표 mit Apostille und beglaubigter Übersetzung
- Hochschulzeugnisse (falls vorhanden), mit Apostille und Übersetzung
- Motivationsschreiben auf Deutsch
Visumgebühr
Die Visumgebühr für Studierende beträgt 75 EUR (ungefähr 112.000 KRW). Zahlung bei der Botschaft. Keine Rückerstattung bei Ablehnung.
Mehr zum Visumsprozess: Visum für das Studium in Deutschland.
Kostenaufstellung in KRW und EUR
Hier ist das vollständige Budget für koreanische Studierende in Deutschland. KRW-Beträge basieren auf einem ungefähren Wechselkurs von 1 EUR = 1.500 KRW (Orientierungswert April 2026).
Einmalige Kosten — Direktzulassung
| Posten | EUR | KRW (ungefähr) |
|---|---|---|
| APS-Zertifikat | Nicht erforderlich | 0 |
| Visumgebühr | 75 | 112.000 |
| Sperrkonto-Einlage | 11.904 | 17.856.000 |
| Flug Seoul–Frankfurt (einfach) | 500–900 | 750.000–1.350.000 |
| Erste Monatsmiete und Kaution | 300–800 | 450.000–1.200.000 |
| Deutschkurs (A1 bis B2, Goethe-Institut Seoul) | ~2.450 | ~3.680.000 |
| Apostillen + beglaubigte Übersetzungen | 100–200 | 150.000–300.000 |
| Einmalige Gesamtkosten (Direktweg) | ~15.300–16.300 | ~22.998.000–24.498.000 |
Das Fehlen von APS-Kosten ist eine echte Ersparnis im Vergleich zu Bewerbenden aus APS-Ländern. Wichtiger noch: Koreanische Studierende sparen Monate, die APS-Prozesse in Anspruch nehmen können.
Zusätzliche Kosten beim Studienkolleg-Weg
Falls ein Studienkolleg nötig ist, kommen hinzu:
| Posten | EUR | KRW (ungefähr) |
|---|---|---|
| Studienkolleg-Semesterbeitrag (2 Semester) | 200–1.000 | 300.000–1.500.000 |
| Zusätzliche 10–12 Monate Lebenshaltungskosten in Deutschland | 7.500–12.000 | 11.250.000–18.000.000 |
| Lernmaterialien für Aufnahmeprüfung | 50–100 | 75.000–150.000 |
Monatliche Kosten in Deutschland
| Posten | EUR/Monat | KRW/Monat (ungefähr) |
|---|---|---|
| Miete (Wohnheim oder WG) | 300–600 | 450.000–900.000 |
| Krankenversicherung (gesetzlich, unter 30) | 120–150 | 180.000–225.000 |
| Lebensmittel | 200–300 | 300.000–450.000 |
| Semesterbeitrag (monatlich gerechnet) | 15–75 | 22.500–112.500 |
| Nahverkehr (Deutschlandticket) | 29 | 43.500 |
| Telefon und Internet | 15–30 | 22.500–45.000 |
| Bücher und Lernmaterial | 20–40 | 30.000–60.000 |
| Persönliche Ausgaben | 50–100 | 75.000–150.000 |
| Gesamt monatlich | ~750–1.325 | ~1.125.000–1.987.500 |
Gesamtbudget erstes Jahr
| Szenario | EUR | KRW (ungefähr) |
|---|---|---|
| Günstig (Ostdeutschland, Wohnheim, sparsam) | ~13.500–14.500 | ~20.250.000–21.750.000 |
| Mittleres Preisniveau (mittelgroße Stadt, WG) | ~15.000–17.000 | ~22.500.000–25.500.000 |
| Komfortabel (München, Hamburg, Direktweg) | ~18.000–22.000 | ~27.000.000–33.000.000 |
Alle Gebühren aller 46 Studienkollegs im Vergleich: Kosten Studienkolleg — Kompletter Überblick 2026.
Die koreanische Gemeinschaft in Deutschland
In Deutschland leben etwa 40.000 Koreanerinnen und Koreaner, mit größeren Gemeinden in Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, Hamburg und München. An den meisten großen deutschen Hochschulen gibt es koreanische Studierendenverbände (한인학생회). Diese Netzwerke sind wertvoll: Wohnungstipps, Prüfungshinweise, soziale Kontakte und Menschen, die Koreanisch sprechen.
Düsseldorf hat eine der größten koreanischen Gemeinschaften in Europa. Koreanische Restaurants und Supermärkte gibt es in Frankfurt, Berlin und München. Koreanische Kulturzentren (한국문화원) befinden sich in Berlin, Frankfurt und Hamburg.
Frankfurt am Main ist für die meisten koreanischen Studierenden der erste Anlaufpunkt: Dort ist das koreanische Konsulat, Korean Air und Asiana Airlines fliegen Seoul–Frankfurt direkt an, und die koreanische Gemeinschaft ist fest verwurzelt.
Zeitplan Monat für Monat
Direktzulassungsweg (8–12 Monate gesamt)
| Monat | Schritt |
|---|---|
| Monat 1–2 | Deutschkurs beginnen (Goethe-Institut Seoul oder ähnlich) |
| Monat 2–3 | Deutsche Hochschulen und Studiengänge recherchieren, anabin prüfen |
| Monat 3–4 | Koreanische Dokumente apostillieren, beglaubigte Übersetzungen anfertigen |
| Monat 6–10 | B2 Deutsch erreichen; TestDaF oder Goethe B2 ablegen |
| Monat 8–10 | Bewerbungen einreichen (Frist: 15. Januar für SoSe, 15. Juli für WiSe) |
| Monat 10–11 | Zulassungsbescheid erhalten |
| Monat 10–11 | Sperrkonto eröffnen (11.904 EUR einzahlen) |
| Monat 10–11 | Visamtermin bei Deutscher Botschaft Seoul buchen |
| Monat 11–12 | Visum erhalten |
| Monat 12 | Einreise, Einwohnermeldeamt, Immatrikulation |
Studienkolleg-Weg (18–24 Monate gesamt)
| Monat | Schritt |
|---|---|
| Monat 1–2 | Deutschkurs beginnen |
| Monat 4–6 | B1 Deutsch erreichen (für Studienkolleg-Aufnahme erforderlich) |
| Monat 6–8 | Bewerbung beim Studienkolleg (Frist: 15. Januar / 15. Juli) |
| Monat 7–9 | Aufnahmeprüfung ablegen |
| Monat 8–10 | Zulassung, Sperrkonto eröffnen, Visum beantragen |
| Monat 10–12 | Einreise, Studienkolleg beginnen |
| Monat 12–22 | Studienkolleg (zwei Semester) absolvieren |
| Monat 22–24 | Feststellungsprüfung (FSP) bestehen; an Hochschule bewerben |
Zur Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung: Studienkolleg-Aufnahmeprüfung: Vorbereitung und Tipps.
Häufig gestellte Fragen
Brauchen koreanische Studierende ein APS-Zertifikat?
Nein. Korea ist kein APS-Land. Die APS (Akademische Prüfstelle) betrifft nur Bewerbende aus China, Indien, Vietnam und wenigen weiteren Ländern. Koreanische Studierende reichen keine Unterlagen bei einer APS-Stelle ein, zahlen keine APS-Gebühren und nehmen an keinen APS-Interviews teil. Das ist einer der wesentlichen Vorteile gegenüber Studierenden aus APS-pflichtigen Ländern.
Welcher Suneung-Wert qualifiziert für eine Direktzulassung in Deutschland?
Es gibt keinen einheitlichen nationalen Grenzwert. Jede deutsche Hochschule setzt ihre eigenen Anforderungen. Als Orientierung: Bewerbende aus dem nationalen Top-30–50-%-Bereich sind an den meisten deutschen Hochschulen gut positioniert. Wettbewerbsstarke Hochschulen und Fächer (TU München Ingenieurwesen, Heidelberg Medizin) können die oberen 20–30 % erwarten. Immer direkt beim Akademischen Auslandsamt der Zielhochschule nachfragen.
Was, wenn ich die Suneung nicht abgelegt habe?
Ohne Suneung-Ergebnis trägt dein koreanischer Schulabschluss die H+-Einstufung nicht für die direkte Hochschulzulassung. In diesem Fall ist das Studienkolleg der Standardweg. Du bewirbst dich an einem Studienkolleg im Fachbereich deines geplanten Studiums, absolvierst zwei Semester auf Deutsch und bestehst die Feststellungsprüfung (FSP) als Zugang zur Hochschule. Manche Hochschulen prüfen auch Einzelfälle — beim Akademischen Auslandsamt nachfragen.
Wie funktioniert der Weg über die Musikhochschule?
An deutschen Musikhochschulen steht die künstlerische Eignung im Vordergrund. Du spielst eine Eignungsprüfung — in der Regel ein Vorspiel von 30–45 Minuten. Wer besteht, wird in der Regel zugelassen, auch bei schwachem oder fehlendem Suneung. Koreanische Klassikmusikerin nen und -musiker genießen in Deutschland einen ausgezeichneten Ruf. Die Bewerbungsphase läuft hauptsächlich im Winter (Januar–März) für das folgende Studienjahr.
Ist Deutsch wirklich nötig oder gibt es englischsprachige Alternativen?
Viele deutsche Hochschulen bieten englischsprachige Masterstudiengänge an, aber die meisten Bachelorstudiengänge sind auf Deutsch. Für das Studienkolleg ist Deutsch die Unterrichtssprache — B1 ist Mindestvoraussetzung für die Aufnahme, und das Studium findet vollständig auf Deutsch statt. Für die direkte Bachelo rzulassung ist B2 Standard.
Was kostet das erste Jahr pauschal in KRW?
Für den Direktzulassungsweg: ungefähr 22.500.000–25.500.000 KRW für das erste Jahr in Deutschland inklusive Sperrkonto. Ohne Sperrkonto (das monatlich zurückfließt) liegen die echten Ausgaben bei etwa 9.000.000–15.000.000 KRW für das erste Jahr. Beim Studienkolleg-Weg addieren sich weitere 11.250.000–18.000.000 KRW für die zusätzliche Zeit in Deutschland.
Kann ich neben dem Studienkolleg arbeiten?
Ja. Du darfst bis zu 120 ganze Tage oder 240 halbe Tage pro Jahr arbeiten. Beim Mindestlohn 2026 von 12,82 EUR pro Stunde und 10 Arbeitsstunden pro Woche verdienst du ungefähr 500–550 EUR monatlich — das entspricht etwa 750.000–825.000 KRW.
Welche Studienkollegs empfehlen sich für koreanische Studierende?
Es gibt keine Korea-spezifische Rangliste. Die Wahl hängt vom angestrebten Studienfach (T-Kurs für Ingenieurwissenschaften, W-Kurs für Wirtschaft, G-Kurs für Geisteswissenschaften), der Lage und den Lebenshaltungskosten ab. Einen vollständigen Vergleich findest du in unserem Studienkolleg-Ranking.
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